Rennrad "CUCUMA Luar" - Zusammenbau


Rahmen - Tretlager - Kurbel - HR-Nabe - Ritzel ... "Das Spiel mit der Kettenlinie"

Gut, dass das mitgelieferte Tretlager Campa-kompaktibel ist und nicht passt war vorauszusehen. Dass ich's trotzdem probiert hab und mir ein Campa-Werkzeug gekauft habe, dass teurer war als das Tretlager ... naja.

Dass das zweite Lager auch nicht gepasst hat (obwohl ich 3x durchgemessen und -gerechent habe) liegt wohl an einer falschen Herstellerangabe oder dass ich eine andere Vorstellung von Kettenlinie habe ... was sonderbar wäre).

Dass das dritte Lager dann trotzt vorsichtigerweise mitbestellten Spacern auch nicht passt, bzw. mir perönlich das Kettenblatt zu nah an der Kettenstrebe ist, ist schon eher zum davonlaufen.

Dass die Spacer dann auch auf's Freilaufgewinde passen und ich das zweite(!) Lager wieder einbauen kann und das Freilaufritzel um 2 mm nach außen setzen kann ist dann wieder irgendwie Glück - die Kettenlinie ist jetzt jedenfalls optimal.

Ausfallenden

Kleiner Schock beim Montieren der HR-Nabe: die Ausfallenden-Innenflächen sind nicht parallel - da bei der Exzenternabe ein flächiger Kontakt aber wichtig ist müssen die Innenflächen ausgeschliffen werden - die Frage ist nur WIE?

Also ran an die Drechselbank und eine Schleifrolle (oder wie auch immer man das nennen will) drechseln.

... schon mit aufgeklebtem Schleifring (gelb)

Anwendung:
... ins Bohrmaschinenfutter einspannen, in die Ausfallenden schieben, von unten mit Holzstück anpressen (sonst heiße Finger) und lost geht's.

Ergebnisse:
... die (möglichst minimal) ausgeschliffenen Auflageflächen

... perfekter Sitz der Nabe

... heiß ist es geworden ... zu heiß für den Kleber - naja- war ja eh nur für den Einmalgebrauch bestimmt.

Um die Kettenlinie haargenau hinzubekommen, schleife ich bei der Kurbel-Vierkanntachsaufnahme etwas Material weg (damit schiebt sich die Kurbel etwas weiter auf die Achse)



... vielleicht noch ein wenig wegnehmen?

Der restliche Zusammenbau verläuft relativ problemlos:

Einspeichen und Lagerprobleme:

Tja, zu früh gefreut! Nach dem Einspeichen des Hinterrads fällt mir doch auf, dass das Lager leichtes Spiel hat. Hätt ich von einer White Industries-Nabe eigentlich nicht erwartet.
Na gut, downloaden der Wartungsanleitung und zerlegen der Nabe ... geht auch ganz problemlos. Was fehlt sind eine oder mehrere Lagerausgleichsscheiben (1-4 Stück sollten laut Anleitung vorhanden sein ... ist aber keine da).
OK ... Aus Metallfolie (Deckel von einem Katzenfutterschälchen *g*) eine Ausgleichsscheibe schnippseln und einbauen ... siehe da, das Spiel ist weg.
Info vom Verkäufer: Die Lager werden in D zusammengebaut, White Industries ist also nicht schuld. Netterweise schickt mir das Geschäft ein paar Ausgleichsscheiben nach ... ich will ja auch nicht mit Katzenfutterdeckeln durch die Gegend fahren ;-)
Das VR hat übrigens kein Spiel und läuft wirklich genial reibungsarm im Lager ... geil.
Naja, wenigstens hab ich bei der Suche gleich günstige Ersatzlager gefunden:

Nebenbei noch schnell einen Schlauch beim Einbauen eingezwickt ... wieder 7 Euro in den Sand gesetzt ;-)
(Die Force-Attack von Conti gehen aber wirklich, wirklich sauschwer auf die Felgen ... ich fürcht mich schon auf meinen ersten Schlauchwechsel in freier Natur, wenn ich nicht den großen Reifenheber bei der Hand hab :-o)
Tipp am Rande ... anscheinend geht eine Seite leichter auf die Felge als die andere ... was ja beim Schlauchwechsel ausgenutzt werden könnte ... wenn ich noch wüsste, welche Seite die leichtere war *grummel*

Un doch noch ein technisches Problem: Da der Tacho über Funk funktioniert, ist durch den Tria-Aufsatz der Computer (=Empfangsteil) zu weit vorne und damit außerhalb des Sendewinkelbereichs des Senders auf der Gabel.
Na zum Glück gibts die Powerknete eines bekannten Klebemittelherstellers die auch lackierbar ist.

Das Ergebnis passt wie angegossen und der Tacho funktioniert:
Schrägstellung der Sendereinheit durch Halterung Marke Eigenbau.